E-Plus verärgert Kunden
Der einstige Kundenliebling E-Plus vergrätzt seine Kunden: Zwangsumstellungen der Rechnungen, Treuerabatte, die nicht zum Sparen einladen, und veraltete UMTS Verbindungen – was ist los mit E-Plus? Bestandskunden werden stetig mit einem grünen Plus belästigt, die auf die Zwangsumstellung zur Online-Rechnung hinweisen – ungefragt, die Kunden müssen umstellen, wenn sie nicht widersprechen. Erst nach vielen Jahren amortisiert sich der Treuerabatt – bedenkt man, dass die Preise anderer Anbieter weiter fallen, keine lohnenswerte Alternative! Das Übertragen der Inklusive-Minuten oder –Textnachrichten auf den kommenden Monat – ein bisher deutliches Plus des Anbieters – wird auch eingestellt. Weiterhin sollen die Auskunftsdienste teurer werden. Die Zehnsation beeindruckt leider nur noch durch eine verschlechterte Taktung, die Hotline zur Serviceabteilung von E-Plus bleibt unverschämt teuer und die Sendebestätigung für eine SMS kann noch immer nicht eingeführt werden. Außerhalb der EU werden immens hohe Roaming-Gebühren fällig, während auch dieser Preis bei anderen Anbietern deutlich sinkt. UMTS ist ein weiterer Kritikpunkt bei E-Plus: Die UMTS Geschwindigkeit von lediglich 384 KB kann man nicht als zeitgemäß betrachten, während das schnellere und UMTS überholende HSDPA nicht überall verfügbar gemacht wird. Für den UMTS Zugang sind weiterhin keine Flatrates oder Kontingentpakete geplant. Fraglich, wie sich E-Plus zukünftig angesichts dieser Tatsachen am hart umkämpften Markt durchsetzen möchte. Während Mitbewerber immer geringere Preise und immer bessere Geschwindigkeiten für ihre UMTS Handys durchsetzen, hinkt E-Plus wahrlich ganz schön hinterher – wird E-Plus für den Mobilfunk letzten Endes das, was die Telekom im Festnetz- und DSL-Bereich ist? Änderungen müssen her, wenn E-Plus weiter mithalten möchte; und zwar so schnell wie irgend möglich.